Ein Gesicht mit geschlossenen Augen, glühende Funken zwischen dem rissigen Putz, im Heritage-Fresco-Stil gemalt

Weathered Soul

Was in mir brennt

von Marion van den Ende

Nach außen bin ich still, die Augen geschlossen. Doch blick in die Risse meiner Haut, und du siehst es glühen: den Zorn, den ich nicht zeige und der dennoch brennt.

  • TechnikHahnemühle · Dibond
  • Format100 × 75 cm
  • AuflageAuflage von 24
  • Preis€ 995
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Die Glut unter der Kruste

Zorn hat einen schlechten Ruf. Wir lernen, ihn zu schlucken, wegzulachen, ordentlich zu halten — Frauen zumal. Doch unterdrückter Zorn verschwindet nicht; er sinkt nach innen und schwelt dort weiter, wie Feuer unter einer verschlossenen Kruste.

In diesem Werk wird das wörtlich sichtbar: das Gesicht ist stillgestellt, fast ergeben, doch zwischen dem rissigen Putz glühen Funken. Das ist keine Zerstörung — es ist Lebenskraft, die keinen Ausweg fand. Zorn ist auch eine Form von Selbstwert: das Zeichen, dass eine Grenze überschritten wurde, dass etwas in dir 'nein' sagt.

Die Freskobearbeitung macht dieses verborgene Glühen greifbar. Das Bild lädt nicht zur Furcht ein, sondern zur Anerkennung: dass, was in uns brennt, gesehen werden darf, ehe es uns verzehrt.

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