
Heimatboden
Ford GT40
von Luciano Vittori
Am Ufer der Themse, mit der Tower Bridge als Kulisse, steht das Auto, das aus Rache geboren wurde. Der Ford GT40 — flach, breit und unbeugsam — ist das in England gebaute Versprechen, das Amerika einlöste.
- TechnikHahnemühle · Dibond
- Format100 × 75 cm
- AuflageAuflage von 24
- Preis€ 995
Zum Siegen gebaut
Die Geschichte beginnt mit einem verweigerten Handschlag. Als Ferrari Anfang der 1960er-Jahre einen Verkauf an Ford im letzten Moment platzen ließ, gab Henry Ford II. nur eines in Auftrag: die Marke dort zu schlagen, wo es am meisten wehtat — bei den 24 Stunden von Le Mans. Die Antwort nahm in England Gestalt an, bei Ford Advanced Vehicles in Slough, wo die ersten GT40 gebaut wurden. Der Name war schlicht die Höhe des Wagens: vierzig Zoll, kaum mehr als ein Meter.
Nach zwei Jahren voller Rückschläge kam 1966. Der GT40 belegte in Le Mans die ersten drei Plätze — der erste Sieg überhaupt für einen amerikanischen Hersteller im Klassiker und eine Demütigung für Ferrari. Das Modell gewann vier Jahre in Folge, 1968 und 1969 in den unvergesslichen blau-orangen Farben des Sponsors Gulf Oil, wie sie auch dieses Werk noch trägt.
Luciano Vittori bringt den Rennwagen an seinem zweiten Zuhause zur Ruhe: nicht auf der Rennstrecke, sondern am Fluss der Stadt, in der er gebaut wurde. Die Freskobearbeitung legt die Patina eines halben Jahrhunderts über das Blech — das Dröhnen ist verstummt, die Legende bleibt.