Ein silberner Mercedes-Benz 300 SLR Rennwagen vor einem toskanischen Dorf, im Heritage-Fresco-Stil gemalt

Mille Miglia

Mercedes-Benz 300 SLR

von Luciano Vittori

Vor einem toskanischen Dorf, wo sich die Straße zwischen den Häusern hindurchschlängelt, steht der silberne Rennwagen, der die Geschichte dieser Reihe besiegelt: ein Mercedes-Benz 300 SLR. Von allen Werken dieser Serie ist er die wahre Ikone der Mille Miglia.

  • TechnikHahnemühle · Dibond
  • Format100 × 75 cm
  • AuflageAuflage von 24
  • Preis€ 995
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Die größte Fahrt aller Zeiten

Am 1. Mai 1955 fuhr der britische Rennfahrer Stirling Moss zusammen mit dem Journalisten und Navigator Denis Jenkinson die Mille Miglia in einem Mercedes-Benz 300 SLR mit der Startnummer 722 — der Zeit ihres Aufbruchs in Brescia. Über mehr als tausend Meilen öffentlicher Straße, quer durch Italien und zurück, hielten sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 157 km/h. Jenkinson las die Kurven von einer langen Papierrolle mit Notizen ab, einer frühen Form des modernen Roadbooks. Sie gewannen mit einem Vorsprung von über einer halben Stunde — ein Rekord, der nie mehr gebrochen werden sollte, denn es war die vorletzte als Geschwindigkeitsrennen ausgetragene Mille Miglia.

Der 300 SLR war ein echter Silberpfeil, in der Tradition der Mercedes-Rennwagen, die in den 1930er-Jahren die europäischen Rennstrecken beherrschten. Unter dem unlackierten Aluminium — dem der Beiname *Silberpfeil* seinen Glanz verdankt — lag ein 3,0-Liter-Reihenachtzylinder, abgeleitet vom Formel-1-Wagen desselben Jahres. Er zählte zu den schnellsten und edelsten Rennwagen seiner Zeit.

Luciano Vittori bringt den silbernen Wagen vor einem Dorf zur Ruhe, das er einst in voller Fahrt passierte. Die Freskobearbeitung legt die Patina von siebzig Jahren über das Aluminium — der Jubel ist verstummt, die Staubwolken haben sich gelegt, doch die größte Fahrt in der Geschichte der Mille Miglia lebt in der verwitterten Oberfläche fort.

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