Ein menschliches Gesicht, das in eine verwitterte gemauerte Wand übergeht, im Heritage-Fresco-Stil gemalt

Weathered Soul

Die Mauer, die ich baute

von Marion van den Ende

Diese Mauer habe ich selbst gemauert, Stein für Stein, um niemanden mehr hereinzulassen. Von außen sieht es aus wie Schutz; von innen stehe ich allein auf der guten Seite. Schau genau hin, und du siehst, dass die Mauer und ich dasselbe Gesicht tragen.

  • TechnikHahnemühle · Dibond
  • Format100 × 75 cm
  • AuflageAuflage von 24
  • Preis€ 995
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Über diese Psyche

Fast jeder baut früher oder später Mauern. Nach einer Enttäuschung, einem Verlust oder einem Bruch mauern wir eine Schicht um das Herz — ein stiller Pakt mit uns selbst, dass nichts mehr so tief treffen soll. Anfangs fühlt sich das wie Stärke an: endlich Ruhe, endlich sicher. Und oft war diese Mauer auch wirklich da, als wir sie am nötigsten brauchten.

Doch eine Mauer kennt keine Richtung. Sie hält den Schmerz draußen, und mit ihm die Wärme, den Zufall, die ausgestreckte Hand. Wer sich ganz verschließt, bezahlt mit Einsamkeit für eine Sicherheit, die längst niemand mehr bedroht. Das ist weder schwach noch töricht — es ist menschlich, und es geschieht so allmählich, dass man den letzten Stein kaum bemerkt.

Und doch ist dies kein düsteres Bild. Zu sehen, dass die Mauer die eigene ist, ist schon der erste Riss, durch den das Licht fällt. Was du selbst gebaut hast, kannst du selbst wieder öffnen — nicht auf einmal, sondern Stein für Stein, wann immer es sich wieder sicher genug anfühlt, jemanden hereinzulassen.

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