Eine Mutter, die sich zärtlich über ein schlafendes Baby beugt, mit einem zweiten abgewandten Gesicht, das eine einzelne Träne trägt, im Heritage-Fresco-Stil gemalt

Weathered Soul

Die stillen Monate

von Marion van den Ende

Ich liebe ihn — dessen bin ich mir sicher, auch wenn ich es durch einen grauen Nebel hindurch fühle. Ich beuge mich über seinen Schlaf und blicke zugleich anderswohin, mit einer einzelnen Träne, die ich nicht deuten kann. Die Liebe ist da. Und die Ferne ist auch da.

  • TechnikHahnemühle · Dibond
  • Format100 × 75 cm
  • AuflageAuflage von 24
  • Preis€ 995
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Über diese Psyche

Nach einer Geburt erwartet jeder Glück, und manchmal kommt stattdessen eine Stille, die niemand angekündigt hat. Eine postnatale Depression ist kein Mangel an Liebe und kein Zeichen einer schlechten Mutter. Sie ist eine Erkrankung — ein Zusammenspiel aus Hormonen, Erschöpfung und Überforderung — die den Tagen die Farbe nimmt, während die Liebe darunter einfach weiterlebt.

Das ist es, was dieses Werk zeigt: zwei Dinge, die zugleich wahr sind. Die zärtliche Neigung zum Kind und das abgewandte Gesicht mit seiner einen Träne. Nicht zwei Mütter, sondern eine — die ihr Kind durch einen Nebel hält, den sie nicht gewählt hat. Viele Frauen kennen das und schweigen darüber, aus Scham über ein Gefühl, das keine Schuld verdient.

Das Wichtigste ist vielleicht dies: Die stillen Monate gehen vorüber. Mit Ruhe, mit Hilfe, mit einem ausgesprochenen Wort an jemanden, der zuhört, kehrt die Farbe zurück. Dass die Liebe und dieser graue Nebel zugleich bestehen konnten, bedeutet nicht, dass du versagt hast — es bedeutet, dass du eine schwere Zeit getragen hast und hindurchgekommen bist.

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