Eine portugiesische Frau mit einer Gitarre, ins Spiel versunken, vor einem gewebten Wandteppich, im Heritage-Fresco-Stil gemalt

Women of the World

Fado

von Marion van den Ende

Die Gitarre an sich gedrückt, die Augen halb geschlossen, singt sie ohne Laut. Das ist Fado: die portugiesische Kunst, die Sehnsucht hörbar zu machen — die Wehmut, die ein ganzes Volk in sich trägt.

  • TechnikHahnemühle · Dibond
  • Format80 × 80 cm
  • AuflageAuflage von 24
  • Preis€ 895
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Die Stimme der Saudade

Fado — das Wort stammt vom lateinischen *fatum*, dem Schicksal — entstand im Lissabon des neunzehnten Jahrhunderts, in den Arbeitervierteln der Alfama und den Hafenschenken, wo Seeleute, verlassene Liebende und Verbannte ihr Herz erleichterten. Es ist Musik der Kaimauer: derer, die zurückblieben, und derer, die fortgingen und nie wiederkehrten.

Im Herzen des Fado liegt ein unübersetzbares Wort: *saudade* — eine Sehnsucht nach jemandem oder etwas, das nicht mehr da ist, halb Schmerz, halb süße Erinnerung. Im zwanzigsten Jahrhundert erhob die große Amália Rodrigues den Fado zur Weltkunst, und seit 2011 steht das Genre auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Traditionell erklingt er bei Kerzenlicht, begleitet von der birnenförmigen portugiesischen *guitarra*.

Marion van den Ende malt die Sängerin in dem Augenblick, in dem Klang und Seele eins werden. Die Freskobearbeitung legt die Patina der Jahrhunderte über sie — als sänge sie nicht einen einzigen Abend, sondern jeden Abend, den Portugal je durchwacht hat.

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